Pressemitteilungen 2015

[128/2015 - 29.10.2015]

Asylnotunterkunft am Görlitzer Flugplatz kann mehr Asylbewerber aufnehmen

Der Freistaat Sachsen schließt Ende dieser Woche die Arbeiten zur Erweiterung der Asylnotunterkunft am Görlitzer Flugplatz ab. Es werden 92 neue Plätze geschaffen. Insgesamt können somit zukünftig bis zu 228 Asylbewerber am Standort Flugplatz Görlitz untergebracht werden.

Die zusätzlichen Kapazitäten befinden sich in einem mehrstöckigen Gebäude in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Unterkunft. In dem bisher gewerblich genutzten Haus werden die beiden oberen Stockwerke in Anspruch genommen. Diese sind separat zugänglich. Das Untergeschoss wird weiter vom Betriebshof der Stadt Görlitz genutzt.

Um das Gebäude als Unterkunft nutzen zu können, war eine Reihe von baulichen Veränderungen erforderlich. Insbesondere galt es, durch das Abtrennen größerer Räume kleine Raumeinheiten zu schaffen. Dazu mussten alte Wände abgebrochen und neue Trockenbauwände errichtet werden. Beim Ausbau der neuen Räume waren Maler, Fliesenleger, Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallateure, Tischler, Bodenleger und Metallbauer vor Ort tätig.

Für die soziale Betreuung konnte erneut der Kreisverband Görlitz des Deutschen Roten Kreuzes gewonnen werden. Dieser betreut bereits seit Mitte Februar 2015 die bestehende Unterkunft am Görlitzer Flughafen. Somit ist sichergestellt, dass die bisher gesammelten Erfahrungen auch in die Betreuung in der neuen Unterkunft einfließen.

Die Asylnotunterkunft am Görlitzer Flughafen ist Bestandteil der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber des Freistaates Sachsen. Diese verfügt über 38 Unterbringungsobjekte, die mit insgesamt rund 13.200 Asylbewerbern belegt sind.

Bis Ende September hat der Freistaat Sachsen im laufenden Jahr nahezu 30.000 Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 7300. In den letzten Wochen hat sich die Dynamik des Zugangs noch einmal deutlich erhöht. Allein im September sind mehr als 10.000 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen.