Pressemitteilungen 2015

[111/2015 - 07.10.2015]

Neue Notunterkünfte für Asylbewerber gehen in dieser Woche in Chemnitz in Betrieb

Die Landesdirektion Sachsen wird im Verlaufe dieser Woche zwei neue Notunterkünfte für Asylsuchende in Chemnitz in Betrieb nehmen.

Voraussichtlich ab Freitag dieser Woche beginnt die Belegung am Stephansplatz 3. In dem Gebäude, das früher von der Landesdirektion Sachsen genutzt wurde, sollen nach Abschluss von Bauarbeiten, mit denen insbesondere die Sanitärversorgung abgesichert wird, bis zu 250 Asylbewerber zeitweilig unterkommen. Die Betreuung am Stephansplatz übernimmt der Kreisverband Chemnitz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

In einer ehemals durch die Chemnitzer Universität genutzten Immobilie am Thüringer Weg 5 werden voraussichtlich ab Samstag dieser Woche bis zu 350 Asylbewerber ein erstes Quartier in Deutschland finden. In dieser Unterkunft übernimmt der DRK Landesverband Sachsen die Betreuung vor Ort.

Gegenwärtig laufen an den Unterbringungsorten die Vorbereitungen für die erforderliche soziale und medizinische Betreuung, den Wachdienst sowie die Verpflegung für die neu ankommenden Asylbewerber.

Hintergrund der neuen Notunterbringungen in den beiden Chemnitzer Quartieren ist der weiter starke Zustrom von Asylbewerbern nach Sachsen. Die augenblicklich verfügbaren Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung werden bis zum bevorstehenden Wochenende vollständig belegt sein. Danach ist bis zum Beginn der kommenden Woche erneut mit dem Eintreffen von mehreren hundert neuen Asylbewerbern zu rechnen. Zur Vermeidung von Obdachlosigkeit nimmt die Landesdirektion Sachsen daher auch die kurzfristig verfügbare Unterbringungsmöglichkeit in Chemnitz in Anspruch.

Im den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat der Freistaat Sachsen mehr als 27.500  Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 6.000. In den letzten Wochen hat sich die Dynamik des Zugangs noch einmal deutlich erhöht. Allein im September sind 8.000 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen. Die Erstaufnahmeeinrichtung mit Inzwischen mehr als 30 Unterbringungsobjekten ist momentan bereits mit fast 13.000 Asylbewerbern belegt.