Pressemitteilungen 2015

[008/2015 - 13.02.2015]

Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen bringt Asylbewerber temporär in Meißen unter

Landesdirektion Sachsen nutzt vorübergehend die Mehrzweckhalle der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen für die Unterbringung von Asylbewerbern
Die Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen wird heute damit beginnen, bis zu 250 Asylbewerber in der Mehrzweckhalle der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen zeitweise unterzubringen. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um soziale Betreuung, Wachdienst und Verpflegung über die hiesige Kantine sicherzustellen.
 
Aufgrund des anhaltend außerordentlich hohen Zustroms von Asylbewerbern nach Sachsen sind die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung vollständig ausgelastet. Dies betrifft die Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz, die Außenstellen Schneeberg und Görlitz sowie die zu diesem Zweck angemieteten Unterbringungskapazitäten. Zur Vermeidung von Obdachlosigkeit ist die Landesdirektion Sachsen daher gezwungen, so schnell wie möglich weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu nutzen.
 
Die unmittelbaren Anwohner der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung wurden heute Morgen über die kurzfristige Belegung der Mehrzweckhalle informiert. Dazu wurden Informationsblätter in die Briekästen der umliegenden Häuser verteilt. Der Landrat des Landkreises Meißen und der Oberbürgermeister der Stadt Meißen wurden gestern unterrichtet.
 
Seit Monatsbeginn hat der Freistaat Sachsen bereits knapp 1.000 Asylbewerber aufgenommen, im Januar 2015 waren es 1.640. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist derzeit mit über 2.500 Asylbewerbern belegt.

Die Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen hat ihren Sitz in Chemnitz und verfügt über eine Außenstelle in Schneeberg. Dort werden alle in Sachsen ankommenden Asylbewerber zuerst untergebracht, bevor sie in die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden. Bei den temporär in Meißen unterzubringenden Asylsuchenden handelt es sich nicht um Personen, die bereits dem Landkreis Meißen als untere Unterbringungsbehörde zugewiesen worden sind