Pressemitteilungen 2013

[090/2013 - 12.07.2013]

Neustart für eine Industriebrache in Ruppertsgrün

Gelände des ehemaligen „Zweiga“-Werkes wird mit Fördermitteln für Neuansiedlung von Unternehmen fit gemacht
Die Revitalisierung des Geländes der ehemaligen Ruppertsgrüner Spinnerei in Fraureuth wird aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Die Fördersumme von 1.553.800 Euro hat die Landesdirektion Sachsen der Gemeinde mit Bescheid vom 5. Juli 2013 bewilligt. Die Fördermittel werden je hälftig vom Bund und vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt.
 
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 1.868.052 Euro. Der Bewilligung liegt damit ein Fördersatz von 85 Prozent zu Grunde. Die verbleibenden 15 Prozent finanziert Fraureuth aus Mitteln des eigenen Haushaltes.
 
Das Vorhaben betrifft den Gesamtkomplex des ehemaligen „Zweiga“-Werkes des VEB Zweizylinderspinnereien Werdau im Ortsteil Ruppertsgrün. Das knapp 29.000 Quadratmeter große Gelände gehörte der Ruppertsgrüner Spinnerei GmbH, bevor diese im Jahr 2002 Insolvenz anmeldete. Das Insol­venzverfahren wurde mangels Masse eingestellt. Im Jahr 2009 erwarb die Gemeinde Fraureuth das Gelände.
 
Mit der Maßnahme wird die innerstädtische Fläche wieder der Gewerbenut­zung zugeführt. Die Nutzung geht von einer kleinteiligen Flächenaufgliede­rung aus. Dafür ist es notwendig, dass Gebäudereste abgebrochen werden und eine der weiteren Nutzung angepasste Erschließung der Flächen erfolgt. Kaufinteressenten für die Flächen sind bereits vorhanden. Es handelt sich um drei Unternehmen aus dem Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus, der Forschung und Entwicklung und der Dienstleistungen.
 
Im Zuge der Umsetzung des Vorhabens wird die verkehrs- sowie schmutz- und regenwasserseitige Erschließung des Geländes komplett erneuert. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Tiefenenttrümmerung und Entsorgung von Bauschutt
  • Geländeregulierung (Niveauangleich um ca. 30 Zentimeter) auf dem gesamten Er­schließungsgelände
  • Errichtung einer Erschließungsstraße auf einer Länge von 111 Metern bei sechs Metern Breite einschließlich eines einseitigen Gehweges und Errichtung von vier Beleuchtungsmasten
  • Errichtung Schmutzwasserkanal, Errichtung Regenwasserkanal, Errichtung Re­genrückhaltebecken mit Rückhaltevolumen von 600 Kubikmetern und einem Dauerstau von 147 Kubikmetern
  • Errichtung Trinkwasserleitung

 
Entsprechend der vorgelegten Planungen soll das Vorhaben in den Jahren zwischen 2013 und 2016 realisiert werden.