Pressemitteilungen 2013

[059/2013 - 30.04.2013]

Landesdirektion Sachsen bewilligt Fördermittel für die Sanierung des Bahnhofgebäudes in Oelsnitz/Erzgeb.

Neue Nutzung für gemeinnützige Zwecke vorgesehen
Mit Bescheid vom 25. April 2013 hat die Landesdirektion Sachsen der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. eine Zuwendung in Höhe von 832.251 EUR bewilligt. Die Finanzmittel stehen zweckgebunden für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes zur Verfügung. Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt in Höhe von 434.123 EUR sind Investitionen von insgesamt 1.266.374 EUR für die Umnutzung des Gebäudes vorgesehen.
 
Das seit längerem leerstehende Bahnhofsgebäude befindet sich unmittelbar am künftigen Zugang zum Gelände der Landesgartenschau, die für 2015 auf dem ehemaligen Verschiebebahnhof vorbereitet wird. Die Stadt Oelsnitz/ Erzgeb. erwarb das Gebäude im Jahr 2010, nachdem sich der Zustand zusehends verschlechtert hatte.
 
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude soll im Zusammenhang mit der gesamten Aufwertung des Bahnhofsbereiches saniert und für gemeinnützige Zwecke bereitgestellt werden. In das Gebäude soll die vom Verein Projekt Zukunft e.V. betriebene Möbel- und Textilbörse einziehen, die sich derzeit u.a. in einem ehemaligen Kindergarten in Neuwürschnitz befindet. Auch eine kleine Werkstatt soll eingerichtet werden. Damit werden für den Verein zukünftig bessere Bedingungen geschaffen.
 
Das Projekt entspricht somit dem Integrierten Handlungskonzept der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. für das städtische Problemgebiet „Bergbaustandort“.

Der Freistaat Sachsen bewertet dieses Vorhaben als bedeutende Einzelmaßnahme mit besonders herausgehobenem staatlichem Interesse und fördert die Aufwendungen zu 75% mit Finanzmitteln aus dem Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE).

Bereits seit 2009 werden EFRE-Projekte in diesem Gebiet innerhalb des Vorhabenbereiches „Nachhaltige Stadtentwicklung“ unterstützt. Von den insgesamt der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. dafür zur Verfügung stehenden EFRE-Mitteln von 5,7 Mio. EUR wurden bisher 1,5 Mio. EUR beansprucht. Mit den Finanzmitteln wurden u.a. der südliche Stadtpark gestaltet und die Deutschlandschachthalde aufgewertet. Erreicht wurde dies, indem das Wegenetz verbessert und ein Bewegungsparcours eingerichtet wurde. Auch das „Wunderhorn“ wurde unter Nutzung der Haldenwärme künstlerisch gestaltet.

Für die Jahre 2013 und 2014 stehen weitere 4,2 Mio. EUR zur Verfügung. Projekte im Bahnhofsbereich stehen dabei im Vordergrund. Neben der Sanierung des Bahnhofsgebäudes ist u.a. die Sanierung der Stellwerke geplant. Weiterhin wird die sogenannte „Graue Schule“ am Rathausplatz zu einem Haus der Zeit mit Ausstellungsfläche umgenutzt. Auch der Aufbau eines Netzwerkes Wirtschaft-Schule wird unterstützt.

Da die Unterstützung aus dem Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union im Jahr 2015 endet, müssen bis dahin alle Projekte abgerechnet werden.