Pressemitteilungen 2012

[067/2012 - 09.08.2012]

Sicher unterwegs zwischen Weißig und der Dresdner Heide

Landesdirektion Sachsen genehmigt Straßenaus- und Brückenneubau an der Ullersdorfer Mühle

Die Landesdirektion Sachsen hat das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Übergangsbereiches zwischen der K 6206 („An der Prießnitzaue“) im Ortsteil Weißig der Stadt Dresden und der K 9206 („Ullersdorfer Mühle“) im Ortsteil Ullersdorf der Stadt Radeberg beendet. Damit besteht für einen 261 Meter langen Straßenabschnitt Baurecht.

Das geplante Vorhaben beginnt an der Wendeanlage in Dresden-Weißig und endet ca. 30 Meter hinter der Prießnitz-Brücke. Gegenwärtig sind die Verkehrsbedingungen vor Ort unzulänglich. Die Sichtverhältnisse werden durch die Längsneigung der Trasse eingeschränkt und der Befestigungsaufbau der Kreisstraße hält den Verkehrsbelastungen nicht stand. Die Brücke über die Prießnitz weist umfangreiche Beschädigungen auf und ist nicht ausreichend tragfähig. Außerdem fehlen Nebenanlagen für Fußgänger. Die zweistreifige Kreisstraße ist im Planbereich deshalb gegenwärtig für den Schwerlastverkehr gesperrt und auf eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde beschränkt.

Durch eine gerade Linienführung der Trasse, die Verbreiterung der Fahrbahn auf 6,5 Meter, die Erneuerung des Befestigungsaufbaus und den Anbau eines 2,5 Meter breiten Gehweges wird der planfestgestellte Straßenabschnitt den Anforderungen des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs künftig gerecht und die Verkehrssicherheit erhöht. Die ausgebaute Strecke kann dann auch für den Schwerlastverkehr freigegeben und die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben werden.

Im Zuge des Straßenbaus wird die bestehende Brücke über die Prießnitz abgerissen und neu errichtet.

Zur Kompensation der mit dem Bau der Kreisstraßen erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Dazu gehören die Entsiegelung der nach Fertigstellung des Bauvorhabens entfallenden Flächen der K 6206 und deren Wiederherstellung als extensiv genutztes Grünland, die Pflanzung einer straßenbegleitenden Baumreihe sowie die Entsiegelung und tiefgründige Lockerung einer 560 Quadratmeter großen Fläche auf Flurstücken der Gemarkung Hellerberge.

Der Bau stationärer, 60 Zentimeter hoher Amphibienleiteinrichtungen und entsprechender Durchlässe verhindert künftig, dass Amphibien und andere Kleintiere in den Fahrbahnbereich gelangen und verbessert deren Wanderbeziehungen. Zudem wird die neue Straßenbrücke fischottergerecht gestaltet. Sie erhält auf beiden Seiten ca. 1,5 Meter breite, hochwassersichere Laufbermen. Außerdem werden auf beiden Seiten der Straße durchschlupfsichere Leitzäune eingerichtet. Dadurch wird ausgeschlossen, dass die Tiere in den Fahrbahnbereich gelangen und überfahren werden.

Der festgestellte Plan zu dem Ausbau der Kreisstraßen wird nach vorheriger öffentlicher Bekanntmachung zu jedermanns Einsicht in der Landeshauptstadt Dresden und der Großen Kreisstadt Radeberg öffentlich ausgelegt.