Pressemitteilungen 2012

[038/2012 - 31.05.2012]

Hochwasserschutz an der Chemnitz

Landesdirektion Sachsen genehmigt Hochwasserschutzvorhaben am Gewässer Chemnitz in Chemnitz an der Annaberger Straße
Mit Planfeststellungsbeschluss vom 15. Mai 2012 hat die Landesdirektion Sachsen der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, Betrieb Freiberger Mulde/Zschopau die Baugenehmigung zur Errichtung von Hochwasserschutzanlagen am Gewässer Chemnitz in Chemnitz an der Annaberger Straße zwischen der Brücke Treffurthstraße und der Brücke Reichsstraße erteilt. Das Vorhaben hat einen Investitionsumfang von rund 2,1 Mio EUR.
 
Beginnend an der Brücke Treffurthstraße werden flussabwärts am rechten und linken Chemnitzufer bis zur Brücke Reichsstraße Hochwasserschutzanlagen errichtet. Linksufrig wird im Bereich der Kleingartenanlage wegen der engen Platzverhältnisse eine Spundwand eingerammt. Rechtsufrig wird die vorhandene Uferböschung erhöht. Im weiteren Verlauf erfolgt die Erhöhung und Instandsetzung vorhandener Stützmauern sowie die Errichtung einer Winkelstützwand. Im Bereich um die Bahnbrücke wird eine rückversetzte Hochwasserschutzwand errichtet. Komplettiert wird das Hochwasserschutzsystem durch mobile Dammbalkenelemente, die im Hochwasserfall eingesetzt werden müssen. Im unmittelbaren Bereich vor der Brücke Reichsstraße wird die Straßenstützmauer mittels Glasaufsätzen erhöht.
 
Die teilweise maroden und nicht ausreichend hohen Uferbefestigungen der Chemnitz im genannten Abschnitt bieten gegenwärtig keinen ausreichenden Hochwasserschutz. Bereits bei einem Hochwasser mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 25 Jahren werden die ufernahen Anliegergrundstücke sowie die Bundesstraße 95 überflutet. Die nunmehr zugelassenen Hochwasserschutzmaßnahmen sind für den Hochwasserschutz in Chemnitz daher dringend geboten. Mit diesen Maßnahmen kann der Bereich zwischen den Brücken Treffurthstraße und Reichsstraße vor künftigen Überflutungen bis zum Niveau eines 100-jährigen Hochwassers geschützt werden.