Pressemitteilungen 2012

[022/12 - 25.04.2012]

Neues Leben an traditionsreichem Eisenbahnstandort

Landesdirektion Sachsen genehmigt Güterverkehrsunternehmen Errichtung eines Bahnbetriebswerks in Pirna

Die Landesdirektion Sachsen hat dem auf Güterverkehre spezialisierten Unternehmen ITL Eisenbahngesellschaft mbH die Genehmigung zur Errichtung eines Bahnbetriebswerkes in Pirna erteilt.

Das Unternehmen möchte seinen Service- und Wartungsbereich ausbauen. Es plant deshalb für Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Lokomotiven und Waggons den Neubau eines eigenen Bahnbetriebswerkes in Pirna.

Standort wird das Gelände des früheren Bahnbetriebswerkes an der Glashüttenstraße, östlich der Sachsenbrücke. Hier wurden bis Mitte der neunziger Jahre vor allem die Lokomotiven für die von Pirna ausgehenden Nebenstrecken unterhalten.

Vorgesehen ist die Errichtung eines Hauptgebäudes mit vier Gleisen, das eine Lok- und eine Wagenwerkstatt aufnehmen soll. Ergänzt wird das Werkstattgebäude durch ein nach Süden vorgelagertes Funktionsgebäude. Hinzu kommen umfangreiche Betriebsgleise sowie die Anbindungen an die Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Bereits vorhandene Altanlagen werden dabei teilweise mit einbezogen.

Von großem Vorteil ist die Lage des geplanten Bahnbetriebswerkes inmitten von Gewerbeflächen an der Bahnlinie Dresden-Pirna. Mögliche Konflikte in Bezug auf Schallemissionen werden dadurch von vornherein reduziert.

Zur Einhaltung der gesetzlich geforderten Lärmgrenzwerte erhält das Werkstattgebäude eine Schalldämmung. Außerdem wurden zum Schutz der Anlieger eine Reihe von Auflagen erteilt. So müssen die Tore der Fahrzeughalle zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr geschlossen gehalten werden. Ausnahmen bilden Ein- und Ausfahrten. In der Nacht hingegen sind die Tore und Fenster der Halle stets geschlossen zu halten. Des Weiteren ist der Wartungs- und Reparaturbetrieb einschließlich der dafür erforderlichen Rangiervorgänge nur am Tage zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr zulässig. Nachts dürfen jedoch Reparaturen und Wartungsarbeiten an bereits im Inneren des Werkstattgebäudes befindlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Soweit Last- und Signaltests außerhalb der Fahrzeughalle stattfinden, sind diese ausschließlich vor deren Nordfassade durchzuführen.

Die Nutzung des ehemaligen Bahngeländes wirkt sich auch auf die Umweltverträglichkeit des Vorhabens sehr positiv aus. Die Neuversiegelung unberührter Flächen wird dadurch vermieden. Insgesamt verursacht der Neubau des Bahnbetriebswerkes nur marginale Eingriffe in Natur und Landschaft. Diese werden durch die Neuanpflanzung von Hecken und Gehölzen ausgeglichen.