Pressemitteilungen 2009 [LDL]

[084/2009 - 30.07.2009]

Landesdirektion erlässt Planfeststellungsbeschluss zur Herstellung des Floßgrabens zwischen Zwenkauer See und Waldbad Lauer

Die Landesdirektion Leipzig hat auf Antrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH den Plan zur Herstellung des Floßgrabens zwischen dem Zwenkauer See und dem Auslauf des Waldbades Lauer planfestgestellt. Dieser Planfeststellungsbeschluss, der am heutigen Tag im Rahmen eines Besuches des Leipziger Neuseenlandes durch den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Herrn Stanislaw Tillich, an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der LMBV, Herrn Dr. Mahmut Kuyumcu, überreicht wurde, stellt nach der Zulassung der Herstellung des Cospudener Sees und des Zwenkauer Sees einen weiteren, wesentlichen Baustein zur Wiedernutzbarmachung der Tagebauterritorien Cospuden und Zwenkau dar.

Die rund sieben Kilometer lange Trasse des neuen Floßgrabens führt vom Zwenkauer See durch die Harthsenke über den Zöbigker Hafen am östlichen Ufer des Cospudener Sees entlang bis zum Verbindungsgraben des Waldbad Lauer südlich der Staatsstraße S 46 (Brückenstraße), wo das Waldbad Lauer in den Floßgraben eingebunden ist. Im weiteren Verlauf ist der Floßgraben bis zur Anbindung in die Pleiße erhalten geblieben und kann künftig wassertouristisch genutzt werden.

Auf teilweise historischem Verlauf bindet der Floßgraben, der im Zuge der Bergbautätigkeit im Bereich der Tagebauterritorien Cospuden und Zwenkau ab 1973 überbaggert und somit weitgehend zerstört wurde, den Zwenkauer See an die Pleiße an und wird damit ein wichtiger Bestandteil des geplanten Gewässerverbundes im Leipziger Seenland. Die noch intakten Grabenprofile wurden bei der Herstellung des neuen Gewässers weitgehend genutzt, um Eingriffe in Natur und Landschaft zu minimieren.

Eine wassertouristische Nutzung des neuen Floßgrabens ist eingeschränkt vorgesehen, da bereits eine schiffbare Verbindung zwischen dem Nordufer des Zwenkauer Sees und dem Südufer des Cospudener Sees geplant ist. Lediglich muskelbetriebene Boote sollen zwischen dem Zwenkauer See und dem Zöbigker Hafen, an dem der Floßgraben durch ein Bauwerk eingestaut werden kann, fahren.

Auch erhält der Floßgraben eine Funktion im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz. Durch einen ebenfalls planfestgestellten Betriebsauslass am Zwenkauer See kann ein Teil des im Hochwasserfall im Zwenkauer See eingestauten Hochwassers in den Floßgraben, der 2013 fertig gestellt werden soll, abgelassen werden. Die Hauptlast des Hochwasserschutzsystems des Zwenkauer Sees trägt jedoch die Weiße Elster.