Pressemitteilungen 2007 [LDC]

[29/2007 - 15.06.2007]

Ehemaliges Militärgelände in Glauchau wird revitalisiert

Große Kreisstadt erhält vom Regierungspräsidium Chemnitz 600.000 € zur Beseitigung einer kontaminierten Altlast
Die Stadt Glauchau erhält vom Regierungspräsidium Chemnitz eine Zuwendung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zur „Revitalisierung einer Konversionsfläche“ lt. Operationellem Programm zur Strukturfondsförderung des Freistaates Sachsen in Höhe von 600.000 €, was einer Fördersumme von 75 Prozent entspricht. Den Rest von ca. 200.000 € steuert die Stadt Glauchau als Eigenanteil bei.             

Bezuschusst wird die Vorbereitung und Durchführung von  Maßnahmen der Revitalisierung der Brachfläche – Ehemalige Liegenschaft der Westgruppe der Truppe (WGT) der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) „Kaserne Glauchau“, die eine innerstädtische Konversionsfläche darstellt. Ein Teil des Geländes wurde schon im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative KONVER bereinigt.

Die jetzt beantragten Mittel betreffen die Beseitigung von Gefahren für die Umwelt durch Dekontaminierung von Bereichen, welche in Folge fehlender Mittel im Rahmen von KONVER nicht mehr durchgeführt werden konnten. Nunmehr ist vorgesehen durch Geländefreimachung und Altlastenbehandlung und -entsorgung das Gelände für eine künftige Nutzung als öffentliche Grün- und Freifläche vorzubereiten. Mit der Revitalisierung des Gebietes wird die innerstädtische Entwicklung nachhaltig unterstützt, indem Umweltschäden beseitigt werden und die Inanspruchnahme weiterer Bodenressourcen vermieden wird.
 
In einem 1. Bauabschnitt wird eine Teilfläche von ca. 4 ha des Flurstückes 3512 saniert. Es ist vorgesehen, ca. 23.300 t des radioaktiven Haldenmaterials auszukoffern, zu transportieren und in die Industrielle Absetzanlage (IAA) Helmsdorf einzulagern. Für diesen Bauabschnitt ergeben sich Ausgaben von ca. 800.000,00 €. Die Durchführung der Maßnahme ist zwischen Juni und November 2007 vorgesehen.

Die aus strahlen- und umweltschutzrechtlicher Sicht notwendigen Untersuchungen wurden durchgeführt. Die entsprechenden Stellungnahmen des Umweltfachbereiches des Regierungspräsidiums Chemnitz vom 1. Februar 2007 und des Landesamtes für Umwelt und Geologie vom 21. Februar 2007 liegen vor. Grundsätzlich wird der Maßnahme zugestimmt und eine schnelle Umsetzung empfohlen. Dies kann nun mit der Ausreichung des Bewilligungsbescheides durch das Regierungspräsidium Chemnitz geschehen.