Pressemitteilungen 2007 [LDC]

[24/2007 - 23.05.2007]

Verkehrsfreigabe, S 307 Oelsnitz/V.

Mit der Freigabe der S 307 in Oelsnitz/V. wird am 25.05.2007 um 11.00 Uhr eine verkehrstechnische Lücke zwischen der Ortsumgehung Oelsnitz/V. und der bereits ausgebauten Staatsstraße geschlossen. Damit wird die Verbindung zwischen Oelsnitz/V. und Teilen des oberen Vogtlandes verbessert. Zur Freigabe spricht Annette Drossel, Leiterin der Abteilung Verkehr und Straßenbau im RP Chemnitz.

Die Staatsstraße S 307 verbindet die Große Kreisstadt Oelsnitz/V. und Teile des oberen Vogtlandes mit dem Raum Nordbayern und der Stadt Hof. Die S 307 dient als Zubringer zur Anschlussstelle Regnitzlosau der BAB A 93 und wird mit der geplanten Öffnung des Grenzübergangs Ebmath/Hranice eine zunehmende Bedeutung für den grenzüberschreitenden Verkehr zur Tschechischen Republik erlangen. Der Ausbau der S 307 in der Ortslage Oelsnitz/V. (Hofer Straße) schließt außerdem die verkehrstechnische Lücke zwischen der neu gebauten Ortsumgehung Oelsnitz/V. der B 92 und dem landwärts bereits ausgebauten Bereich der S 307.
 
Der unzureichende Ausbaustandard der alten S 307 war dem steigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Der vorhandene Fahrbahnbelag in Form von Granitkleinpflaster befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Es wechselten sich ausgebesserte asphaltierte und gepflasterte Bereiche ohne bauliche Abgrenzung ab. Die Seitenbereiche waren nur zum Teil befestigt und die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen (Bordrinnen, Straßenabläufe) befanden sich in einem baulich unzureichenden Zustand. Der stellenweise bereits vorhandene Gehweg war nicht durchgängig nutzbar. Eine Fahrbahnmarkierung fehlte gänzlich.
 
Auf Grund dieser Gegebenheiten und der Verkehrsbelastung von ca. 8000 Kfz/24 h bei einem Schwerverkehranteil von 9,5 % war ein Ausbau der S 307 in der Ortslage Oelsnitz/V. dringend erforderlich.
 
Im rund 2,5 km langen Ausbauabschnitt erhielt die Straße einen dem Verkehr angemessenen Querschnitt und Straßenoberbau. Die neue Fahrbahn in Asphaltbauweise hat eine durchschnittliche Breite von 6,50 m. Die Gesamtstärke des Oberbaus beträgt 75 cm. Im 2,50 m breiten Gehwegsbereich beträgt der Gesamtaufbau 30 cm und im Bereich von Parkstreifen 60 cm. Des Weiteren wurden im Zuge der Baumaßnahme Grünflächen, Nebenflächen, Bankette und Gräben neu gestaltet. Im Umfeld der Einmündung der Straße zum Lauterbacher Steinbruch fand eine Entsiegelung der vorhandenen weitflächigen Befestigung statt. Auch die Entwässerungseinrichtungen der Straße wurden neu geordnet und mit dem Bau eines Mischwasserkanals die Einleitung von Straßenwässern in den Lauterbach minimiert.
 
Soweit im Rahmen der Baumaßnahme Bäume gefällt werden mussten, wurden entsprechende Ersatzpflanzungen vorgesehen. Darüber hinaus konnten durch die Reduzierung versiegelter Bereiche neue Grünflächen geschaffen werden.
 
Planungsbeginn für den Ausbau der S 307 (Hofer Straße) in Oelsnitz/V. war im Jahr 1998. Im Juni 2003 erfolgte die Genehmigung des Vorentwurfes durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit. Das Regierungspräsidium Chemnitz erließ am 20. Dezember 2004 den Planfeststellungsbeschluss und schuf damit Baurecht. Nach erfolgter Ausschreibung und Vergabe konnte im August 2005 mit dem Bau begonnen werden. Die Durchführung der Bauarbeiten erfolgte in zwei Abschnitten unter Vollsperrung. Am 25. Mai 2007 wird die feierliche Verkehrsfreigabe nach 21 Monaten Bauzeit erfolgen.
 
Die Kosten für den Ausbau der S 307 (Hofer Straße) in Oelsnitz/V.  betragen insgesamt 2,9 Mio. €. Von der Europäischen Union wurden im Rahmen des Interreg-III-A-Programms 75 % und vom Freistaat Sachsen 25 % der Kosten getragen. Die Große Kreisstadt Oelsnitz/V. beteiligte sich mit rund 700.000 € am Bau der Gehwege, Parkstreifen und Nebenflächen.