Pressemitteilungen 2005 [LDD]

[21/2005 - 10.05.2005]

Zeitwechsel - Blickwechsel: Alte und neue Fotografien von Burg und Kloster Oybin in einer Ausstellung der GALERIE IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM

Eine Gegenüberstellung historischer Fotografien von Robert Scholz und zeitgenössischer Aufnahmen von Holger Stein über Burg und Klosteranlage Oybin macht die GALERIE IM REGIERUNGPRÄSIDIUM zum Gegenstand einer neuen Runde ihrer Lichtbild-Expositionen. Am 11.05.2005 um 18.30 Uhr wird Regierungspräsident Dr. Henry Hasenpflug die Ausstellung „Fotoimpressionen gestern und heute vom Oybin“ im Foyer des Hauptgebäudes an der Stauffenbergallee eröffnen. Anschließend führt die Historikerin Elke Manke von Burg und Kloster Oybin in die für die Ausstellung zusammengestellten alten und neuen Aufnahmen ein. Während des gesamten    Abends wird sie überdies für die Fragen des Publikums zur Verfügung stehen.

Robert Scholz, auf den die in der Ausstellung gezeigten historischen Aufnahmen zurückgehen, wurde 1843 in Bunzlau, Provinz Schlesien, geboren und absolvierte ab 1857 eine Lehre als Fotograf im Geschäft seines Vaters. Zehn Jahre später eröffnet er in Görlitz bereits sein eigenes Geschäft mit Atelier. Scholz ist ein erfolgreicher Fotograf. Seine Bilder, die er 1875 mehrfach auf Ausstellungen präsentiert, werden nicht nur in Görlitz und Berlin, sondern auch in Wien, Kalkutta und Philadelphia ausgezeichnet. Im Alter von 77 Jahren übergibt er sein Geschäft an seine Söhne. 1926 stirbt Robert Scholz in Görlitz.

Die historischen Fotoplatten, die Burg und Kloster Oybin abbilden, wurden vom Archiv der Städtischen Kunstsammlungen zu Görlitz bereitgestellt. Das Ingenieur- und Vermessungsbüro Dresden hat die Arbeiten von Scholz digitalisiert und neu aufbereitet.

Der Freitaler Holger Stein wurde 1960 geboren und ist seit Mitte der 80er Jahre als
Fotograf tätig. Er ist Gastdozent für Angewandte Fotografie an der Technischen Universität Dresden. Zunächst identifizierte Stein sich mit den konstruktivistischen Ideen des Bauhauses, bevor er schließlich den Menschen und die ihn umgebenden Räume und Landschaften in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens rückte. Er zeigt das Heute oft eingebettet in eine romantische Sichtweise. Seine Arbeiten sind für Genießer bestimmt, die Ruhe und Besinnlichkeit in seinen Fotos nachfühlen können. Mit der Kamera fängt Holger Stein Momente ein, die Gefährdung und Vergänglichkeit  ausdrücken.  

Die Ausstellung in der GALERIE IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM kontrastiert die zeitgenössischen Bildern von Stein, die in den Jahren 1996 und 1997 entstanden, mit Robert Scholz´ historischen Aufnahmen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Gemeinsam bilden sie ein überaus beeindruckendes Bauensemble ab, von dem schon Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus angezogen wurden.

Die Ausstellung ist im Foyer des Hauptgebäudes des Regierungspräsidiums im 1. Obergeschoss Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr und am Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr für Besucher geöffnet.