Pressemitteilungen 2005 [LDD]

[30/2005 - 04.07.2005]

Sand und Asche gehören dazu

Barbara Wolfrum liebt die Natur - und die Kunst

Die GALERIE IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM geht mit der Exposition „Archaisches Zwiegespräch“ der Malerin Barbara Wolfrum in ihren Ausstellungssommer. Am 6. Juli 2005, 18.30 Uhr, wird Regierungspräsident Dr. Henry Hasenpflug im Casinogebäude eine Ausstellung mit Werken der gebürtigen Dresdnerin eröffnen. Im Anschluss daran gibt die Kunstwissenschaftlerin und Galeristin Karin Weber eine kurze Einführung zu den Arbeiten der Künstlerin. Musikalisch wird der Abend von Grit Leiteritz mit Flöte und Blockflöte umrahmt. Die Ausstellung in der GALERIE IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM ist Teil einer Tournee, die in Athen ihren Anfang nahm und über Lauf, Nürnberg, Schweinfurt und Stade nun in der sächsischen Landeshauptstadt ihren Abschluss findet.

Barbara Wolfrum wurde 1939 geboren und widmete ihre Leidenschaft zunächst der Musik. Nach erfolgreichem Studium und einer Ausbildung zur Kirchenkonzertsängerin absolvierte sie eine Fachlehrerausbildung und unterrichtete bis 1984 an der Hauptschule u.a. das Fach Werken.

Ihre Liebe zur bildenden Kunst entwickelte sich relativ spät. Erst Ende der siebziger Jahre fand die heute in Lauf lebende Barbara Wolfrum zur Malerei. Nach regelmäßigen Studienaufenthalten in Italien und Griechenland entdeckte sie in den achtziger Jahren das südliche Afrika und die griechische Vulkaninsel Santorini für sich. Seit 1983 nimmt sie mit ihren Bildern regelmäßig an Ausstellungen teil. Außer in zahlreichen Städten in Deutschland waren ihre Exponate auch in Swakopmund, Windhoek, Thessaloniki und Glasgow zu sehen.

War die Künstlerin am Anfang ihrer bildnerischen Arbeit noch auf keine bestimmte Technik festgelegt, bevorzugte sie später Öl und Tusche. Barbara Wolfrum findet ihre Motive im Freien. Es sind vor allem Landschaften und Steinformationen, die ihre heutigen Arbeiten prägen. Sie hat sich vom Gegenständlichen immer weiter wegentwickelt, hin zu archaischen Urformen. Dabei vermischt sie – etwas für sie charakteristisch Gewordenes -  die Farbe mit Naturmaterial, das ihr der Ort ihres Schaffens bereitstellt. Den Anstoß für diese Arbeitsweise gab ihr der Wind der Namib-Wüste: Er blies Sand auf eines ihrer Bilder, während sie malte. Auf diese Art zeigte ihr die Natur selbst einen neuen Weg der Darstellung auf. Die Anreicherung ihrer Kunst mit Naturmaterial versteht sie seither auf meisterhafte Weise. Ihre ohnehin große Erdverbundenheit wird dadurch noch unterstrichen.

Die Ausstellung ist eine Retrospektive der Arbeiten, die in den vergangenen zwanzig Jahren vor allem auch auf Santorini entstanden sind. Die Integration von Asche oder Vulkangestein verleiht ihren Kunstprodukten eine lebendige Note.
 
Die Ausstellung im Casinogebäude des Regierungspräsidiums ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 14 Uhr für Besucher geöffnet. Sie endet am 31.08.2005. An diesem Tag wird die Künstlerin selbst anwesend sein und von 9 bis 20 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen.

GALERIE IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM
Geöffnet: Montag bis Donnerstag 9.00 – 18.00 Uhr, Freitag 9.00 – 14.00 Uhr
Fon: 0351-8253114, Fax: 0351-8259319
E-Mail: monika.kaempfer@rpdd.sachsen.de
Internet: www.lds.sachsen.de/galerie