Pressemitteilungen 2005 [LDD]

[49/2005 - 20.10.2005]

Am Großenhainer Flugplatz brummen nicht nur die Flugzeugmotoren

Weitere Flächen des Industriegebietes der Röderstadt können durch Fördermittel für Wirtschaftsansiedlungen erschlossen werden

Mit einem Zuwendungsbescheid von etwas mehr als einer Million Euro an die Stadt Großenhain hat das Regierungspräsidium Dresden jetzt den Weg für die weitere Erschließung des „Industriegebietes Flugplatz, 2. BA – Planstraßen 2 und 7“ im Norden der Stadt frei gemacht.

Damit werden 90 Prozent der für das Vorhaben als zuwendungsfähig anerkannten Kosten in Höhe von etwa 1,2 Mio. Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Infrastruktur“ (GA) getragen. Die Förderung umfasst den Straßenbau der Planstraßen 2 und 7 in einer Gesamtlänge von ca. 890 Metern, die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung in der Planstraße 2 in einer Länge von ca. 775 Metern sowie Ausgleichsmaßnahmen. Der Eigenanteil der Stadt Großenhain für die jetzt beabsichtigten Maßnahmen ist gesichert.

Auf dem erschlossenen Gelände soll sich in erster Linie produzierendes Gewerbe ansiedeln. Zwei bislang vor Ort nicht vertretene Unternehmen haben bereits Interesse an einer Niederlassung am Großenhainer Flugplatz erkennen lassen. Allein dadurch stehen mehr als 120 neue Arbeitsplätze in Aussicht. „Die weitere Erschließung des Industriegebietes hat für die Stadt Großenhain und die Region große arbeitsmarktpolitische Bedeutung“, stellt Regierungspräsident Dr. Henry Hasenpflug im Zusammenhang mit dem Erlass des Förderbescheides durch sein Haus fest.

In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte die Stadt Großenhain mittels des EU-Förderprogramms KONVER die Beräumung des ehemaligen sowjetischen Militärflughafens durchgeführt, die Altlastensanierung begonnen und mit GA-Mitteln ab dem Jahr 2000 erfolgreich fortgeführt. Danach wurde ebenfalls mit GA-Mitteln die infrastrukturelle erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes vorangetrieben. Die Ansiedlung einer ganzen Reihe von Unternehmen gelang dann rasch, so dass gegenwärtig eine sehr gute Auslastung der bereits erschlossenen Gewerbegebietsflächen zu verzeichnen ist und Bedarf für weitere Flächen gegeben ist.